Martin Brunold
Der Messing-Himmel

Eine Anleitung zum Astrolabium

Format A5, faden-geheftet, Hardcover mit Papierüberzug
155 Seiten, 32 Abb., davon 15 farbig
ISBN 2-940088-11-X
CHF 30.00 / Euro 25.00

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Es wird eine Geschichte erzählt von den Gesprächen und den Lebensumständen einiger Mönche, die sich am 24. Dezember des Jahres 999 AD in Rom versammelt haben.
Bei ihren Diskussionen geht es um die Anfänge der Naturwissenschaft im christlich-lateinischen Europa im Spannungsfeld der antiken und arabisch-islamischen Überlieferung und des christlichen Glaubens. Es verwundert nicht, dass die Meinungen gelegentlich aufeinander prallen.
Im Mittelpunkt steht ein mathematisch-technisches Instrument, das Astrolabium, als Symbol der erwachenden abendländischen Naturforschung im frühen Mittelalter. Im Verlaufe der Diskussionen wird dem Leser dieses Astrolabium, der Sternenrechner, vorgestellt in Anlehnung an das sogenannte „Karolingische“ Astrolabium (10. Jh? Heute im Institut du Monde Arabe in Paris) und an Zeichnungen in alten Handschriften. Die Versammlung entwirft eine Gebrauchsanleitung mit 13 Anwendungen. Dabei steht die Zeitbestimmung im Vordergrund. Das Gesprächs-„Protokoll“ wird immer wieder unterbrochen durch Anmerkungen, die den Zeitrahmen weit ausdehnen in die Vergangenheit und in die Zukunft bis hin zur Gegenwart. Auch der geographische Bereich wird durch diese Zwischenbemerkungen und Erläuterungen erweitert nach Westen zum Omajjaden-Kalifat von Cordoba und nach Osten über Byzanz und Bagdad bis nach Indien.

 

 

 


Die Teilnehmer der Gesprächsrunde sind fünf Benediktiner-Mönche:
Gerbert von Aurillac, jetzt Papst Silvester II. Besitzer eines Astrolabiums und des Katers Silandro. Gerbert ist an den Naturwissenschaften ebenso interessiert wie als Kirchenfürst umstritten.
Abt Abbo von Fleury, Mathematiker, Kalenderfachmann. Lehnt Katzen ab, nähert sich aber vorsichtig Gerberts Kater an.
Archidiakon Seniofredus Lupitus von Barcelona, Kenner des Astrolabiums und der arabischen Sprache. Erklärter Katzenfeind.
Notker Labeo von St. Gallen, Leiter der dortigen Klosterschule. Vordergründig konservativ, lehnt er das Astrolabium ab, vertritt aber erstaunlich moderne wissenschaftliche Ansichten. Enfant terrible der
Versammlung. Erklärter Katzenfreund.
Hermann der Lahme von der Reichenau, der junge Reisegefährte von Notker. Vertritt den wissenschaftlichen Nachwuchs. Bezieht den Kater in die Meinungsbildung mit ein.

Die Diskussionen der fünf Mönche und die eingeschobenen Anmerkungen ziehen immer weitere Kreise. Spezielle Astrolabien werden erwähnt, so z.B. das „umgekehrte“ Zaouraqi-Astrolab, das Universal-Astrolab von Al-Zarqali und der mechanische Mondrechner von Al-Biruni. Es wird auf die Planetentafeln von Al-Hwarizmi und die Tafeln des Königs Alfons X. hingewiesen, ebenso auf die komplizierte astronomische Uhr von Giovanni De Dondi.


Martin Brunold *1945 in Windisch.
Lehrerseminar. Spurenexperte und Fotograf bei der Kripo. 1982 verlässt er die Polizei und lebt heute im Kanton Aargau als Astrolabienmacher.

Veröffentlichungen:
1984 Finn Mac Uail. Des irischen Helden lange Reise...
1987 Der Silberling. Bericht eines Polizeifotografen.
2000 Replicas: Practical Aspects. (Symposium held at the Museum Boerhaave, Leiden 1999).
2001 Das Astrolabium. In: Cartographica Helvetica Nr.23

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Fax ++41 (0)41 787 04 01
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