Sonnenuhren

Römische Sonnenuhr

Es gibt zwei Möglichkeiten, mit Hilfe der Sonne die Zeit zu bestimmen:
1. Messung der Richtung der Sonne (Azimut). Erforderlich ist ein Kompass.
2. Messung der Sonnenhöhe. Ein Kompass ist nicht erforderlich, hingegen ist die Zeitbestimmung über Mittag kaum möglich, da dann die Aenderung der Sonnenhöhe über dem Horizont sehr gering ist. Alle meine nachgebauten Sonnenuhren beruhen auf dieser Höhenmessung. Die Sonnenuhren geben verschiedene Zeiten an: Wahre Lokalzeit, mittlere Zonenzeit (Tisch-Sonnenuhr) oder Temporalzeit (Römische Sonnenuhr, siehe Bild). Es handelt sich dabei um eine 12 Stunden-Teilung zwischen Sonnenaufgang und -untergang. Die Länge dieser Stunden ist variabel und hängt ab vom Datum und von der geogr. Breite.


Geschichte der Sonnenuhr

Schon in frühester Zeit benützten Menschen die Länge ihres eigenen Schattens als einfache Sonnenuhr. Im Bergland gab die Position der Sonne über bestimmten Gipfeln die Zeit: Mittaghorn, Einerkogel etc. Von hier war der Schritt zur künstlich hergestellten Sonnenuhr mit einem Schattenwerfer (Gnomon) nicht mehr weit. Bis zum heutigen Tag werden Sonnenuhren, oft in komplizierter Form, erdacht, gebaut und mit Faszination betrachtet. So ist die Sonnenuhr, im Gegensatz zum Astrolabium, ein uraltes und zugleich aktuelles Instrument unserer Zeit.